Verbändesitzung zum Thema Holzkalamität und Borkenkäferbefall im Umweltministerium NRW

Am 16. Oktober fand im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW ein Verbändegipfel zum Thema „Holzkalamität durch Borkenkäferbefall“ statt. Vertreten war eine Vielzahl von Verbände aus der Wald- und Holzwirtschaft sowie den holzverbrauchenden Branchen. Daneben waren zahlreiche Umwelt- und Naturschutzverbände anwesend.

Aufgrund der großen sommerlichen Hitze sind v. a. die Fichten im Land anfällig für den sich in großer Zahl ausbreitenden Borkenkäfer. Neben den befallenen Bäumen sind auch die Schäden der Frühjahrsstürme des laufenden Jahres noch nicht beseitigt. Es kommt zu massiven Engpässen in der Holzlogistik und am Holzmarkt besteht aktuell ein Angebotsüberhang.

Ministerin Heinen-Esser versprach betroffenen Waldbesitzern Unterstützung beim Bewältigen der erforderlichen Abfuhren und beim Beheben entstandener Schäden. Sie machte jedoch keine konkreten Zusagen für finanzielle Hilfen für die Waldbesitzer.

Der Wirtschaftsverband verdeutlichte gegenüber der Ministerin, dass die Papierindustrie zur Erzeugung ihrer Produkte auf eine Mindestmenge an Frischholz angewiesen ist und nur so einen effektiven Beitrag zur Verarbeitung der großen Mengen Kalamitätsholz zu leisten im Stande ist. Einschränkungen bei der Frischholzversorgung, etwa durch temporäre Einschlagstopps, sind hingegen kontraproduktiv.

Zum Thema finden Sie hier eine <link file:731 download file>Infomeldung des Landesbetriebes Wald und Holz zur Fichten-Borkenkäfer-Massenvermehrung in NRW.